{"id":2,"date":"2019-03-21T10:06:02","date_gmt":"2019-03-21T10:06:02","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.feuerwehr-halberbracht.de\/?page_id=2"},"modified":"2021-06-04T19:19:05","modified_gmt":"2021-06-04T17:19:05","slug":"geschichte-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehr-halberbracht.de\/?page_id=2","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Jahr 1926 fa\u00dften die M\u00e4nner des Tambourkorps den Entschlu\u00df, eine Feuerwehr zu gr\u00fcnden. Tamboukorps und Feuerwehr geh\u00f6rten bis zum Kriegsende 1945 zusammen.<br>Unter Brandmeister Vollmer schlossen sich 24 M\u00e4nner zu einer Wehr zusammen. Neben pers\u00f6nlicher Ausr\u00fcstung besa\u00df man eine fahrbare Handdruckspritze und einen Schlauchkarren, der noch heute restauriert im Besitz der Wehr ist.<br>Diese Ger\u00e4te wurden zun\u00e4chst in der Gastwirtschaft Hufnagel im Oberdorf untergestellt, sp\u00e4ter auf dem Hof Brabeck.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ein paar Eckpunkte aus den fr\u00fchen Jahren der L\u00f6schgruppe:<\/p>\n\n\n\n<p>1934 leistete die Wehr nachbarschaftshilfe beim Brand des Hauses Schulte-Maxes in Burbecke. Das herabgerutschte Dach hinderte die Wehrm\u00e4nner aus Oberelspe und Halberbracht, durch den Hauseingang ins Haus zu gelangen, um das Mobilar zu retten. Ein beherzter Feuerwehrkamerad wagte es, durch einen k\u00fchnen Sprung von einem bei dem Geb\u00e4ude stehenden Birnenbaum durch das offene Fenster in das Geb\u00e4ude zu dringen; und es gelang so, noch einen gro\u00dfen Teil der Habe vor den Flammen zu retten.In gemeinsamer Arbeit mit der Wehr aus Oberelspe wurde gute Arbeit geleistet, denn keine Zwischendecke st\u00fcrzte ein.<br>Die Chronisten beider Wehren schrieben hierzu:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVereinter Kraft gar leicht gelingt, was einer nicht zu Wege bringt\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem anderen Hausbrand, Harnischmacher im Ernestus im Jahre 1935, war die Stallt\u00fcr von innen verschlossen. Die Funken waren auch durch den Hauabwurf in den Stallraum gefallen.<br>Es bereitete allergr\u00f6\u00dfte M\u00fche, gleichwohl die Kuh des Brandgesch\u00e4digten vor dem Ersticken zu bewahren und zu retten. Auch die Wehr aus Meggen eilte bei diesem Brand mit ihrer Handdruckspritze zur Einsatzstelle. Sie mu\u00dfte die Zugpferde in der Minkenkuhle auswechseln und traf schlie\u00dflich an der Brandstelle ein.<br>1936 wurde das Baro-Haus in Halberbracht fast vollst\u00e4ndig Opfer der Flammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kriegswirren \u00fcberstand die L\u00f6schgruppe einigerma\u00dfen gut. Wenn auch die Handdruckspritze verschrottet werden mu\u00dfte, stand der Wehr noch ein Hydrantenger\u00e4t zur Verf\u00fcgung.<br>1961 wurde ihr ein TSF-T (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung 1+2) zugewiesen.<br>Es fand sein Unterkommen im Geb\u00e4ude der Gutsverwaltung der Firma Sachtleben. Die Wehrm\u00e4nner wurden besonders f\u00fcr die Waldbrandbek\u00e4mpfung ausgebildet. Da die L\u00f6schwasserreserve im Ort stets knapp bemessen ist, wurden an verschiedenen Stellen im Ort Feuerl\u00f6scher aufgestellt, mit deren Hilfe Entstehungsbr\u00e4nde erstickt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jahr 1968 war ein sehr trockenes und hei\u00dfes Jahr, so das die Wehrm\u00e4nner nur selten zur ruhe kamen. Hier ein kleiner Auszug aus dem April:<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-halberbracht.de\/Bilder\/g3.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"307\"><br>(Zeitungsartikel der Westfalenpost zum Einsatz an der Kuhhelle)<\/p>\n\n\n\n<p>14. April Waldbrand an der Ziegenweide unter dem Sportplatz<\/p>\n\n\n\n<p>18. und 19.April<\/p>\n\n\n\n<p>Waldbrand an der Kuhhelle. Wegen der enormen Ausbreitung wurde Katastrophenalarm ausgel\u00f6st. Im Einsatz waren 14 Feuerwehren<br>und 90 Bundeswehrsoldaten.<\/p>\n\n\n\n<p>20. April Erneuter Brand an der Kuhhelle<\/p>\n\n\n\n<p>21. April<\/p>\n\n\n\n<p>10.30 Uhr Waldbrand an der Kuhhelle<br>15:30 Uhr Fl\u00e4chenbrand in Altenhundem<br>20:15 Uhr Waldbrand an der Kuhhelle<\/p>\n\n\n\n<p>22. April Waldbrand in Meggen am Heiligenh\u00e4uschen<\/p>\n\n\n\n<p>Am folgenden Tage fing es an zu regnen, so da\u00df die Wehrm\u00e4nner endlich wieder zur Ruhe kamen. Aber der Sommer hatte noch nicht begonnen\u2026\u2026\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Im April 1969 mu\u00dfte das TSF-T zum T\u00dcV. Das Fahrzeug wurde aus dem Verkehr gezogen, und so war die Halberbrachter Wehr pl\u00f6tzlich ohne Fahrzeug.<br>Die Wehr war nur noch bedingt einsatzbereit. Bei Alarm fuhr man mit der alten Schlauchkarre (meistens hinter einen PKW oder Traktor gespannt) zur Einsatzstelle.<br>Zum Gl\u00fcck war dieser Missstand nicht von langer Dauer, denn ein neues Fahrzeug wurde sofort in das Beschaffungsprogramm aufgenommen.<br>Im April 1970 bekam die L\u00f6schgruppe ihr neues TSF auf Ford Transit, und war f\u00fcr die damaligen Verh\u00e4ltnisse gut ausgestattet.<br>Das TSF bew\u00e4hrte sich bei unz\u00e4hligen Eins\u00e4tzen und brachte die Kameraden der L\u00f6schgruppe immer heil zur Einsatzstelle und wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-halberbracht.de\/Bilder\/g1.jpg\" alt=\"\" width=\"429\" height=\"376\"><br>(altes TSF 5\/47\/6 Ford Transit im Ger\u00e4tehaus 1996, von den Kameraden wurde das TSF auch \u201cBomber\u201d genannt)<\/p>\n\n\n\n<p>Am 16.03.96 wurde das neue Ger\u00e4tehaus neben der Grundschule feierlich an die L\u00f6schgruppe \u00fcbergeben.<br>Die Kameraden steckten \u00fcber 2000 Stunden an Eigenleistung in diesen Neubau.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-halberbracht.de\/Bilder\/g2.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"289\"><br>(Das Ger\u00e4tehaus am Tag des Richtfestes im Jahr 1994)<\/p>\n\n\n\n<p>Als das TSF langsam in die Jahre kam wurde ein TSF-W ( Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank ) im Jahr 1999 beschafft.<br>Dies war das erste seines Typs in Lennestadt und ist mit modernster feuerwehrtechnischer Ausr\u00fcstung ausgestattet um die B\u00fcrger in Halberbracht und ganz Lennestadt vor Unheil zu bewahren.<br>Das TSF wurde der L\u00f6schgruppe Grevenbr\u00fcck zugeteilt und war dort noch zwei Jahre als Ger\u00e4tewagen im Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-halberbracht.de\/Bilder\/fahrzeugweihe%20tsfw%20feuerwehr%20halberbracht.jpg\" alt=\"\" width=\"864\" height=\"593\"><br>(Bild zeigt das TSF-W bei der kirchlichen Segnung im April 2000, mit dem damaligen L\u00f6schgruppenf\u00fchrer Michael Simon)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1994 wurde die L\u00f6schgruppe vollst\u00e4ndig mit Meldeempf\u00e4ngern ausgestattet.<br>Die Sirene wird nur noch bei gr\u00f6\u00dferen Schadensereignissen von der Leitstelle in Olpe ausgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>In den 85 Jahren in denen die L\u00f6schgruppe Halberbracht besteht, hat sich das Aufgabengebiet der Feuerwehr wesentlich ver\u00e4ndert.<br>Die \u00fcrspr\u00fcngliche Aufgabe der Brandbek\u00e4mpfung macht nur noch einen kleinen Teil der Eins\u00e4tze aus.<br>Einen Gro\u00dfteil der Eins\u00e4tze entf\u00e4llt in der heutigen Zeit auf die technische Hilfeleistung. Die Feuerwehr leistet Hilfe bei Verkehrsunf\u00e4llen, Sturmsch\u00e4den, \u00dcberschwemmungen, Gasaustritt,Explosion, Einsturz, Versch\u00fcttung und \u00d6lverschmutzung auf der Stra\u00dfe und in Gew\u00e4ssern.<br>Bei jeglicher denkbarer Notlage f\u00fcr Menschen, Tiere,Sachwerte und der Umwelt wird die Feuerwehr t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umgang mit diesen Fahrzeugen und vor allem den Ger\u00e4ten erfordert eine umfassende Ausbildung. Jeder Feuerwehrmann muss an einer Grundausbildung, die auf Stadtebene durchgef\u00fchrt wird, teilnehmen. Die Ausbildung zum Truppmann erfolgt in vier Ausbildungsabschnitten, auch Module genannt.<br>Die weitere Ausbildung zum Atemschutzger\u00e4tetr\u00e4ger erfolgt ebenfalls meist auf Stadtebene.<br>Die Voraussetzung hierf\u00fcr ist jedoch die vollst\u00e4ndige Truppmann Ausbildung.<br>Die h\u00f6here Stufe hierzu ist die Ausbildung zum Truppf\u00fchrer, die auf Kreisebene erfolgt. Im Lehrgang wird vermittelt wie man in einer Gruppe oder Staffel fachlich richtig und selbstst\u00e4ndig nach Auiftrag handelt.<br>Neben diesen Laufbahnlehrg\u00e4ngen gibt es nat\u00fcrlich auch Fachlehrg\u00e4nge f\u00fcr Sonderfunktionen, die auf Stadt- oder Kreisebene durchgef\u00fchrt werden. Dazu geh\u00f6ren z.B. Maschinisten, Sprechfunker, Gef\u00e4hrliche Stoffe und G\u00fcter und Strahlenschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppenf\u00fchrer-\/Zugf\u00fchrerausbildung erfolgt auf Landesebene beim Institut der Feuerwehr NRW in M\u00fcnster.<br>Ausbildungszeit betr\u00e4gt 3 bzw. 2 Wochen in Vollzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Halberbrachter L\u00f6schgruppenf\u00fchrer:<\/p>\n\n\n\n<p>Anton Vollmer 1926-1933<br>Franz Spielmann 1933-1945<br>Willi D\u00fcnnebacke 1945-1947<br>Ewald Mettner 1947-1948<br>Franz Becker 1948-1951<br>Josef Behme 1951-1957<br>Erwin Vollmer 1957-1963<br>Josef P\u00fcttmann 1963-1992<br>Michael Simon 1993-2004<br>Berti Schulte 2004 (Kommisarisch)<br>Frank Simon 2004-2007<br>Mathias B\u00fcdenbender 2007-2015<\/p>\n\n\n\n<p>Frank Henrichs 2015-<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-halberbracht.de\/Bilder\/loeschgruppeimjahr1997.jpg\" alt=\"\" width=\"809\" height=\"581\"><br>(Die L\u00f6schgruppe Halberbracht im Jahr 1997)<br>links unten nach rechts:<br>Michael Simon, J\u00f6rg Sommer, Walter Theis, Frank Simon, J\u00f6rg Hanxleden, Matthias B\u00fcdenbender, Berti Schulte, H-G. Winkelmann, Oliver Thomsen<br>links oben nach rechts:<br>Frank Henrichs, Christian Schnorbus, Tobias Grobbel, Franz Ulrich, Lars Lehwald<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00f6schgruppe Halberbracht besteht derzeit aus:<\/p>\n\n\n\n<p>23&nbsp;Aktiven Feuerwehrkameraden<br>4 Mitglieder der Jugendfeuerwehr<br>7 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung<br>62&nbsp;Mitgliedern des F\u00f6rdervereins \u201cL\u00f6schgruppe Halberbracht e.V.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>(Stand 27.02.2014)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1926 fa\u00dften die M\u00e4nner des Tambourkorps den Entschlu\u00df, eine Feuerwehr zu gr\u00fcnden. 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